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iPhone - Verkaufsstart in Deutschland - Ein Rückblick
Lang haben wir warten müssen, ganz viele Monate zogen ins Land und neidisch waren wir auf die US-Bürger. Manche Freunde konnten es nicht abwarten und schlugen schon vor Monaten in New York zu. Seither beschäftigen sie sich recht rege mit "Jailbreaken", "AnySim" und "Konsolenspass".
Gestern war der Tag, Apple und T-Mobile öffneten in Köln um 00:01 Uhr die Pforten, in München gingen 8 Stunden und 29 Minuten später die rosa Türchen auf. Wir hatten nach einem ausgiebigen und fettreichen Frühstück in einem amerikanischen Kaffeehaus beschlossen, erst kurz vor Öffnung am T-Mobile Shop am Münchner Marienplatz zu sein. Panik war nicht angesagt, da wir unsere iPhones telefonisch reserviert hatten.

Nach Öffnung des T-Mobile Shops wurden die ca. 15 wartenden iPhone-Suchtler in den ersten Stock geleitet. Grundsätzlich waren mehr Presse- und Fernsehleute am Start als sabbernde Kunden. Sofort bildete sich eine typisch deutsche Schlange. Diese Schlangenform kennt man vorwiegend von stinkenden Postämtern - ursprünglich kenne ich diese Wartemarkierungen von Blues Brothers.

Kaum zwei Minuten in der Schlange gestanden, kann diese "sehr freundliche" Interview-Tante aus dem Hause N-TV bzw. RTL. Leider mussten wir ihr ein Interview verweigern, kann mich an ihre erste Frage nicht mehr erinnern. Aber egal, will nicht in RTL mein Gesicht sehen, bin eher der Öffentlich-Rechtliche.

Die ersten iPhoner wurden zum Beratungsschalter gerufen, "Bitte kommen Sie zu mir!". Natürlich dauert der Kauf des iPhones in Deutschland eine halbe Ewigkeit. Zig Fotokopien, Passkontrollen, Bankverbindungen und sonstiger Verwaltungsscheiss muss ja sein. Nach ca. 30 Minuten war electrobeans-Kollege an der Reihe und eröffnete mit dem satz "Ich interessiere mich für dieses Faxgerät hinter ihnen!". Dieser Satz rauschte der Mitarbeiterin 40 mal durch den Kopf und ihr Mund blieb halblächelnd offen. Erst nachdem Frank seinen eigentlichen Wunsch "Ich will ein iPhone!" aussprach kam wieder Funktion ins Hirn der Dame.

Geilo, ich bin an der Reihe und habe Glück, der Johnny der mich bedient ist lässig und freundlich. Wie oben schon geschrieben - Verwaltungsmist - aber die Wartezeit wird mir retromässig mit einer Capri-Sonne versüsst. Endlich mal kein Kaffee, Bionade oder lauwarmer O-Saft, nein es gibt kostenlose Capri-Sonne. Lecker!

Nach ca. 20 Minuten ist meine Sim-Karte durch alle Sicherheitsprozesse der Deutschen Telekom durchgelaufen, ich darf unten im Erdgeschoss zahlen. Die recht hübsche (Auch dies gibt's mittlerweile im T-Shop) Kassiererin ruft in die Runde "So gerne habe ich noch nie Kunden zahlen sehen!". Recht hat sie, Kohle ist gerade jedem wurscht! 400 Euro jetzt und im dicksten Vertragsmodell XL 2.136 € in den nächsten 24 Monaten. Tja, so wars gestern, am Tag der Einführung des iPhones in Deutschland.
Schönes Wochenende
2 Kommentare
So viel Trubel war in unserem kleinen T-Punkt in Gelnhausen nicht. Aber für dessen Verhältnisse wohl schon ordentlich was los. Entgegen meinen Erwartungen wurde ich freundlich und kompetent bedient. Leider dauerte meine Freischaltung fast eine Stunde und während dieser Zeit hat man sich rührend um mich gekümmert. Kaffe? Wasser? Ein Glas Sekt? Und nette Shakereien mit den Mitarbeitern und anderen Mitwartenden waren auch drin. Super Tag gestern. ![]()
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