Rubrik: Internet
Buchhandel will Raubkopierern von E-Books an den Kragen
Genau auf so eine Meldung habe ich ja gewartet. Der Buchhandel bereitet sich auf die grosse Copyparty bei E-Books vor und bezieht schon mal Stellung gegen die Raubkopierer im Netz.
"Wir werden in aller Schärfe gegen den illegalen Download, gegen den Diebstahl im Internet, vorgehen und die Gerichte mit Tausenden von Verfahren beschäftigen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, gegenüber dpa
Dabei züchtet sich der Buchhandel in Deutschland ja gerade mit Absicht eine Raubkopiererszene rund ums E-Book.
Dank Buchpreisbindung sind für digitale Bücher nämlich teilweise über 20 Euro fällig. Bei so einer Preisgestaltung darf man sich nicht wundern, dass sich die Konsumenten in den dunklen Ecken des Internets bedienen.
Da will die Branche scheinbar nicht die gleichen Fehler machen, wie "damals" die Musikindustrie, und macht trotzdem wieder alles genau so. Ich verstehe so was einfach nicht.
Was meint ihr zur Preisgestaltung von E-Books in Deutschland? Also mehr als 10 Euro (Und da bin ich schon grosszügig) für einen digitalen Schinken zu verlangen, grenzt meines Erachtens an eine bodenlose Frechheit!
[via heise]
8 Kommentare
Im Grunde nichts neues: Leute, die keine Ahnung von Technologie haben, entscheiden aufgrund von dem was sie kennen, wie mit Sachen, die sich nicht kennen umzugehen ist und stürzen damit ihre Branche in den Abgrund. Die Musik-, Kino- und Zeitungsbranche hat es ja schon erwischt. Da machen die Bücher auch nichts mehr aus. Für ein paar Bits und Bytes zahle ich jedenfalls keinem Verlag 20 €. Dann kaufe ich das Buch einfach gar nicht - dann bekommt der Verlag eben 0,00 € und kann sich weiterhin damit beschäftigen, dass schlechte Zahlen schöngeredet werden.
Für ein schön gestaltetes Buch gebe ich gerne einen entsprechenden Preis aus - für die elektronische Tinte kann ich mir dies nicht wirklich vorstellen. Vielleicht taugt die Technologie ja mal für Betriebsanleitungen? Schätze die werden auch in Zukunft umsonst sein.
für mich auch völlig unverständlich...
Wenn ich mir schon so ein teures Gerät kaufe sollen die Bücher auch billiger sein weil naja dem Verlag entfallen ja die Druckkosten und sie werden wohl nicht für jedes Buch einen neuen Server mieten...
Allerdings ist es mir auch egal weil ich steh auf Papier und Druckerschwärze und keinen Akku=)
Gruß Kaese
"und die Gerichte mit Tausenden von Verfahren beschäftigen" - Na die werden sich bedanken!
Wer mit so einer Einstellung an die Sache dran geht, wie der wehrte Herr Skipis, hat es nicht anders verdient gehörig auf die Fresse zu fallen. Auf mich wirkt das jedenfalls dermaßen unsympathisch, daß ich gerade eben schlagartig die Lust auf E-Books verloren habe.
Aber es ist eine edle Geste, daß der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels sich so schützend vor seine Vereinspartner stellt. In diesen schweren wirtschaftlichen Zeiten kann man es sich nunmal nicht erlauben, auch nur einen müden Euro zu verschenken. Und deshalb wird auch nichts in die Entwicklung zeitgemäßer Preismodelle und einen angemessenen Umgang mit digitalen Medien investiert... äähhh ich meine verschwendet. Aber wie sollte man auch etwas an dieser Situation ändern, wenn man sogar durch die Buchpreisbindung die rechtliche Verpflichtung hat, dem ehrlichen Käufer überhöhte Preise aus der Tasche zu leiern?
Jepp, sehe ich genau so.
Und eben aus diesem Grund werden meine Bücher weiter aus Papier sein.
Die Print - Industrie muss sich keine Sorgen um ihre Marktanteile machen.
Ein Buch ist ein Buch und lässt sich durch so eine elektro Kiste nicht ersetzen. Allein das Gefühl des Papiers ist nicht zu ersetzen. Dies nenne ich haptische Erotik.
Ich bin gespannt wie es in 10 Jahren aussehen wird.
@ FoolMoon
da war einer aber gestern abend fleissig am kommentieren
die buchstaben sprudelten ja nur so aus den fingern
war da ein fläschchen rotwein am start? gebs zu ![]()

