
Es ist dünn, sein Display ist um die 10 Zoll groß, es kann Multi Touch - und es kam so dermaßen unerwartet. Apples Tablet, das iPad, lang ersehnt, ist endlich aus dem Sack. Für den überraschend günstigen Einstiegspreis von 499 US-Dollar kann man dann demnächst - in 60 bis 90 Tagen - ein überdimensionales iPhone in den Händen halten. Wenn man den möchte.
Denn die „Abers" sind zahlreich: Kein Wort zu Multitasking, keine Kamera, eine recht nebulöse 3G-Tarifierung, keine Handschrifterkennung und irgendwie hochskalierte iPhone-Apps lassen mich zumindest noch ein wenig grübeln, ob wir es hier mit dem von Apple angepriesenen „magical product" zu tun haben.
Das iPad wirkt gut verarbeitet und wohl durchdacht, soweit sich dies aus der Ferne beurteilen lässt. Immerhin verbaut Apple erstmals einen selbst geklöppelten Chip, den „A4", und wagt sich in eine neue Produktnische.
Und wie das erste iPhone lässt meines Erachtens auch das iPad Nummer Eins einiges vermissen, was andere Tablets bereits an Bord haben. Die Zukunft wird zeigen, was in Cupertino noch auf der Agenda steht. 2010 soll, so Steve Jobs, ja ein herausragendes Jahr werden, was neue Produkte angeht.
Warten wir also nun auf das vierte iPhone. Und heften das heutige Event unter „interessant, abwarten" ab.
Kein Multitasking, keine notifications. Bwäh... Und wo is meine neue iPhone firmware?
Naja ich finde 499$ für nen Tablet der gerade mal 16 GB Speicher und WLAN besitzt schon noch etwas teuer, auch wenn das Ding schön leicht und stylisch ist.
Irgendwie ist das immer so bei Apple. Da kommt ein neues Produkt, wirkt interessant aber haut viele Leute spontan nicht vom Hocker. Man hat einfach schon zu viel gesehen. Und dann, wenn man es erst mal in der Hand hält und selber nutzt erkennt man doch, wie genial das ist und will es nie mehr her geben.
Ich habe mir Anno 2005 ein LifeBook T3010 Tablet PC (Convertible) gekauft und war letztendlich nie 100% happy damit. Total unpräzise Stiftbedienung, de facto kaum Unterstützung in den Anwendungen, umständliche und unzuverlässige Umschaltung der Orientierung, vor sich hin knatternder Lüfter... Die Schrifterkennung in Win XP Tablet Edition war/ist spitze, trotzdem habe ich praktisch immer nur getippt. So, wie ich den Touch PC eigentlich nutzen wollte habe ich es nie getan, letztendlich war es doch nur ein normales Notebook für mich.
Mein Eindruck ist, die Zeit war damals noch nicht reif resp. die Technik nicht da für diese Art von Home Computing. Jetzt ist sie es und das iPad wirkt wie eine Punktlandung auf den Puls der Zeit. Klar kann es dies und das und jenes nicht - typisch deutsch, sofort nach Erscheinen genau diese Erbsen zu zählen. Dafür kann es viele Sachen einfach saugut, was man schon in der Keynote sieht und die App Entwickler werden kreative neue Anwendungen heraus sprudeln, an die man jetzt noch gar nicht denkt.
Mancher wird schreiben, "Das ist doch nur ein großes iPhone". Ich würde das "nur" weglassen: "Das ist ein großes iPhone!!!" mit 3 Ausrufezeichen. Denn es ist geil, dass es das ist!
Fazit: Das Ding wird ein Renner, wird sich -zu Recht- verkaufen wie irre und ich werde eins haben, das steht jetzt schon fest.
P.S.: Ich habe für den neuen T3010 damals EUR 1.400,- bezahlt, ein Mega-Schnäppchen angesichts von Durchschnittspreisen von deutlich über EUR 2.000,- für T-PCs zu jener Zeit. Soll ich EUR 500,- (so wird es werden) für das iPad wirklich teuer finden? Mal überlegen...
Ein 4:3-Display mit anständigem Panel? Wie verkauft man sowas der 16:9-gewohnten Horde von "HD+" und TN-Zombies?






