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Home > Archiv > März 2012 > Dienstag, 20.03.2012 - 13:11 Uhr | [Frank]

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Bauknecht Kühlgefrierkombi KG 335 Bio im Test
Rubrik: Haushalt

Bauknecht Kühlgefrierkombi KG 335 Bio im Test

Dass ich mal einen Kühlschrank auf electrobeans teste, hätte ich wirklich nicht gedacht, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt und man den Boliden zum Testen frei Haus in die Küche geliefert bekommt - warum eigentlich nicht. Bei Küchengeräten bin ich gar nicht Hightech, während die Gerätschaften rund um meinem Computer fast immer auf dem neusten Stand sind, verweilen meine Küchenhelfer immer noch bei gefühlten Nachkriegsmodellen.

Meinen Single-Kühlschrank, Modell „viel zu kleines Kühlfach" habe ich die letzten sechs Wochen in den Urlaub geschickt. Die freie Stelle übernahm die Kühlgefrierkombi KG 335 Bio von Bauknecht [€]. Während ich mir am Anfang ziemliche Gedanken gemacht habe, wie ich wohl am Besten einen Kühlschrank teste, hat sich die „Testproblematik" als unbegründet herausgestellt. Man muss den Kühlschrank nur benutzen, dabei fallen einem die positiven wie negativen Punkte am Besten auf.

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Im Vergleich zu meinem alten Kühlschrank ist der Bauknecht zwar genau so breit und tief, jedoch doppelt so hoch - die Maße sind 60 x 64 x 188 cm. Die oberen zwei Drittel nimmt der Kühlschrank ein, das untere gehört dem Gefriergut. Die beiden Bereiche sind getrennt und haben jeweils eine eigene Tür. Die Energieeffizienzklasse ist A++ und verbraucht laut Hersteller rund 234 kWh im Jahr. Das ist sogar etwas weniger als mein alter Mini-Kühlschrank! Der Kühlraum hat ein Fassungsvermögen von 225 Litern, im Gefrierfach finden 116 Liter Platz. An technischen Gimmicks gibt es einen Hygiene+ Filter, der gesundheitsschädliche Bakterien und Schimmelpilzen um bis zu 99,9 % reduziert soll. Das Obst- bzw. Gemüsefach ist zusätzlich aus antibakteriellem Material.

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Design und Haptik

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Vom Design des KG 335 war ich angenehm überrascht. Handelt es sich doch nicht um einen super teuren Highend-Kühlschrank sondern um einen bezahlbaren Kühlfreund für unter 500 Euro. Die äußeren Seitenwände sind im schlichten Grau, die Türen im graumetallic Look. Männerhände kommen mit den Türgriffen gut zurecht,
absolut robust, da wackelt nichts. Von Innen wirkt alles schön aufgeräumt: die Plastikqualität ist für den Preis in Ordnung; die Abstellflächen sind aus Sicherheitsglas, könnten für meinen Geschmack aber etwas dicker sein. Bei hoher Bierflaschenanzahl auf der unteren Glasfläche biegt sich das Ganze leicht durch. Das macht optisch zwar etwas Angst, gehalten hat bis jetzt aber Alles. Die Schubladen im Gefrierfach sind aus transparentem Plastik - so sieht man gleich von Außen was in der Schublade ist - und bieten viel Platz für Gefriergut aller Art.

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Unter täglicher Benutzung

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Ein Paradies für Gefrierfach-Junkies! Endlich ein großes Gefrierfach, hätte ich gewusst, wie praktisch so eine große Kältekammer sein kann, dann hätt ich schon früher über ein „Upgrade" nachgedacht. Zu viel gekocht - einfach einfrieren und gut ist. War beim letzten Einkauf der Hunger grösser als der Magen, friert man frische verderblich Sachen bequem ein. Obst, Gemüse, Kräuter, Fleisch, TK-Pizzas und dicke Säcke Pommes für Alles ist endlich Platz.

Auf den Abstellflächen des Kühlschrankbereichs findet man reichlich Stauraum, die Kühlpower ist ordentlich - ich hatte die Einstellung immer zwischen Minium und Medium. Um Bierchen schnell auf Betriebstemperatur zu bringen, reicht das dicke. Wegen der guten Abdichtung geht leider die Kühlschranktür recht schwer auf, die Dichtgummis saugen sich an den Kühlschrank fest. Ich finde, das sollte leichter gehen. Bauknecht gibt bei der Geräuschentwicklung zwar leise 39 dB an, allerdings macht der KG 335 Bio bei mir recht komische Geräusche. Immer wenn die Kühlung arbeitet hört sich das an, als hätte sich ein lebendes Huhn im Kühlschrank versteckt, wie ein leises Gaggern - klingt fast schon wieder niedlich :) Wer eine offene Wohnküche hat und quasi neben dem Kühlschrank schlafen muss, für den wäre das wohl ein dicker Minuspunkt. Vielleicht habe ich auch ein „komisches" Gerät erwischt. Bei einer abgeschlossenen Küche fällt das Problem nicht so ins Gewicht.

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Fazit

Nach sechs Wochen Benutzung muss ich wirklich sagen, dass ich mit meinem kleinen Kühlschrank auf keinen Fall mehr weiterleben möchte. Für ein großes Gefrierfach würde ich in Zukunft alles geben. Wie sich die Bauknecht Kühlgefrierkombi KG 335 Bio gegenüber anderen gleichwertigen Geräten schlägt, kann ich nicht sagen. Im Vergleich zu meinen alten Kühlschrank liegen Welten dazwischen. Lediglich die etwas schwer zu öffnenden Türen und die eigenartige Geräuschkulisse kann man als negative Punkte anführen. Für den Preis von unter 500 Euro schlägt sich der Bauknecht wirklich recht gut.

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