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Home > Archiv > März 2012 > Dienstag, 13.03.2012 - 07:54 Uhr | [Frank]

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Spotify in Deutschland nur mit Facebook-Knebel
Rubrik: Musik

Spotify in Deutschland nur mit Facebook-Knebel

Tja zu früh gefreut, mit all den Vorschusslorbeeren mit denen Spotifys Deutschlandstart gepriesen wurde kommt für mich nun leider das Aus, noch bevor ich Spotify richtig kennenlernen kann. Den Zugang zum breitgefächerten Musikangebot bekommt man nämlich nur mit einer Zwangsregistrierung über Facebook und das ist für mich leider ein dickes No-Go! Trotzdem habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mich in der Spotifywelt umzusehen - danke an mein Facebook Fake-Account :)

Einen browserbasierten Zugang zur Musik gibt es bei Spotify leider keinen, also gehört der Download der Mac- oder Windowssoftware zum Pflichtprogramm. Wer explizit auf die Desktopapp verzichten möchte, kann sich Zugang über die passende Mobileapp verschaffen. Unterstützt werden neben iOS (iPhone + iPod Touch), auch Android-, Symbian-, Palm-, BlackBerry- und Windows Phone Gerätschaften. Eine iPad-App gibt es keine, für mich leider auch ein K.O. Kriterium.

Nach testweisen stöbern im Mac Desktop-Player kann ich das reichhaltige Musikangebot bestätigen, man findet wirklich fast alles. Was mir beim Desktop-Player allerdings extrem sauer aufstösst, Spotify durchsucht meinen kompletten Rechner nach Musik. Das mag zum einen natürlich nützlich sein, um meinen Musikgeschmack besser kennenzulernen und mir die Benutzung von iTunes zu sparen, da ich gleich aus dem Spotify-Player Zugriff auf alle meine Musiktitel habe. Trotzdem würde ich gerne selber entscheiden, ob Spotify meine Musikdateien durchstöbern darf - ich konnte die Indexierung weder unterbrechen, noch abschalten. Damit war auch der Desktop-Player Test recht schnell vorbei, da ich keine Lust habe, mein komplettes Musikarchiv durchwursten zu lassen.

Es ist übrigens nicht möglich mit einem Facebook Fake-Account zahlender Premiumkunde zu werden, da bei Zahlung über Kreditkarte der bei Facebook hinterlegte Name verwendet wird.

Damit werde ich wohl vorerst rdio weiter testen, obwohl ich mit dem Musikangebot und der Soundqualität nicht immer ganz zufrieden bin. Die iPad App und der Desktop-Player sind aber sehr ordentlich und einen browserbasierten Player, der den Musikgenuss z.B. in der Arbeit garantiert, gibt es ebenfalls.

Vorsicht, bei rdio kann nach Realnamen gesucht werden, somit können andere problemlos sehen was und wann man etwas hört (geht ganz einfach über die Suche auf der rdio-Webseite). Wer also Undercover unterwegs sein möchte, dem kann ich deshalb nur empfehlen, bei der Registrierung auf die Angabe des echten Names zu verzichten. Wer später zahlender Kunde werden will, muss bei der Zahlungsart seinen richtigen Namen angeben, ob dadurch dann auch der Account-Fakename geändert wird, kann ich nicht sagen, da ich noch kein zahlender Kunde bin.

Simfy habe ich auch getestet, die iPad App ist aber eine Zumutung und den Desktop-Player, basierend auf Adobe Air, habe ich nie zum Laufen bekommen.